Decade – 10 Jahre El-Canistro Selects

Das ist wie wenn im Restaurant “der Chef empfiehlt…”, Team Canada sich für Olympia rüstet oder Väterchen die UDSSR vergangener Tage in Sibirien formte! Das ist ein Ziel – die Creme de la Creme, das Sahnehäubchen, das Non-plus-ultra oder präziser gesagt: das Beste vom Besten zu servieren! Und genau das, hat sich auch „el canistro“ himself: Pablito, Väterchen, Presidente oder zuletzt Mr. Vodka vor genau zehn Jahren auf die Brust geschrieben. Die Hockeylandschaft Zürichs abzugrasen und die für den ZSC vorbestimmten Talente vorzeitig in sein Team zu führen. Mit finanziell lukrativen und im Eishockeybusiness unüblichen „lustvollen“ Verträgen köderte der Don King des Zürcher Hockeys seine Genossen und formte so die mittlerweile so berühmt wie berüchtigten El Canistro Selects.

Wir schrieben das Jahr 1998 als die Canistros ihr Unterfangen starteten, DAS Eishockeyteam der Neuzeit zu werden. Die ersten zwei Jahre waren vor allem durch unglaublich frühe Eiszeiten geprägt und wetterabhängige Spiele in der Freiluftarena zu Heuried. Ob munteres Schneetreiben, Regengüsse oder polarähnliche Frostzustände, gefürchtet war das Heimeis der Kanister schon immer, weil wer Sonntags um 06.00h antreten durfte, meist verlor und dabei erfror. Die Gegner, wurden zu dieser Zeit noch in (meist hitzigen) Best-of-Five Serien herausgefordert. Der grosse Erfolg der Kanister sollte vorerst aber noch ausbleiben. Noch konnten sich Gegner wie die Höngger Hot Socks (Erzrivale), Dynamo Albisrieden oder die Mercedes Benz Öler regelmässig durchsetzen. Aber ihre Tage sollten bald gezählt sein. Ein Rückblick…

Millenium-Saison 2000/2001

Die Millenium-Saison 2000/2001 war der Beginn der andauernden Erfolgsgeschichte der Canistro Selects. Eine Sternstunde des Club-Eishockey. Die Zeit der Wachablösung. Die Zeit war Reif für das Überjahr:

Spiele: 19 (17 Won / 1 Tied / 1 Lost vs. Dukla VBZ)

Torverhältnis: 147:66

Goal: Bickel Oliver 37 (GP6;W6) / el tren 21 (GP6;W6) / Mikkola Jussi 48 (GP6;W4;T1;L1)

Defense 1: Meier Patrick 72 Medaglia Diego 21

Defense 2: Jöhl Thomas 7 Christen Reto 27

Defense 3: Kugler Stefan 33 Schuler Tom 69

Forwards 1: Spadacini Andre 88 Derungs Marco 10 Quadranti Pablo 74

Forwards 2: Vescovi Fabio 8 Vescovi Sandro 9 Howald Pascal 68

Forwards 3: Gygli Stefan 55 Balazs Peter 78 Baumann Alain 007

Serien:

Best-of-five       El Canistro Selects – Höngger Hot Socks           5:0

Best-of-four      El Canistro Selects – Mercedes Oilers                4:0

Best-of-two       El Canistro Selects – Dynamo Albisrieden           2:0

                        El Canistro Selects – New House Buure               2:0

WHAT A SEASON!!!!!!!!!!!!! MEISTER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Saison 2001/2002

Die Saison startete in den Extremen. Einige Tage vor dem ersten Spiel konnte der Presidente den Transfercoup schlechthin verkünden. Jussi Mikkola, der finnische Blitz, wechselte auf Lebzeiten (über die Transfernaturalien schweigt man bis heute – es wird gemunkelt, dass Pablo den Jussi bei einer Wienerli-Wette klar distanziert haben soll) ins Tor der Selects. Der Dämpfer folgte eine Woche später. Der Meister sollte im Startspiel eine schmerzliche Niederlage einfahren. Das Team fing sich zwar rasch und es folgten einige Siege. Die Überlegenheit der vergangen Spielzeit blieb jedoch aus. Zu gross waren die Motivationsprobleme bei einigen erfolgsverwöhnten und bereits gesättigten Spielern. Der grosse erste Block um Spadacini, Derungs und den Tausendsassa Quadranti fehlte zu oft und zeigte erste Auflösungserscheinungen. Eine schwierige und mit 23 Spielen (zu) lange Saison hatte zum Highlight, dass Jussi Mikkola den ersten Shutout seiner Karriere feierte und dafür eine neue Maske vom grosszügigen Presidente erhalten sollte. Das Traininglager in Davos und das Spiel in der Davoser Eishalle ist zugegebenermassen auch was fürs Palmares.

Spiele: 23 (16 Won / 1 Tied / 6 Lost)

Torverhältnis: 126:86

Saison 2002/2003 und 2003/2004

Diese Spielzeiten bilden den Tiefpunkt der Vereinsgeschichte. Nach den grossen Erfolgen kehrte der Schlendrian ein und es wurde schlecht gespielt, kaum etwas an Berichten verfasst und das Internet völlig vernachlässigt. Phasenweise hing sogar die Existenz des Vereins in der Schwebe. Darum war klar: Schnell vergessen und vorwärts schauen. Väterchen zerbrach während dieser Eiszeiten reglmässig einen seiner Stöcke und erklärte entsprechend sooft seinen Rücktritt. Den Eishockeygöttern sei Dank, dass sich unser Väterchen immer wieder besonn (ausnüchterte?) und jeweils kurz darauf wieder zum Comeback ansetzte. Einmal Canistro, immer Canistro!!!!

Saison 2002/2003

Spiele: 25 (11 Won / 0 Tied / 7 Lost / Ausgefallen: 6)

Torverhältnis: 146:117

Saison 2003/2004

Spiele: ?

Torverhältnis: ?

Saison 2004/2005

Zeit des Umbruchs. Auf dem Eis sollten die Kanister die selben bleiben: Unberechenbar. El Presidente hatte sich aber entschieden, die Vereinsstrukturen neu zu formen. So wurde die Mannschaft bereits im Frühjahr dieser Spielzeit erst mal für das legendäre Limmat-Grillfest zusammengetrommelt. Es soll Fotos von diesem Anlass geben, die besser nie gemacht worden wären. Das Fest verpasste seine Wirkung nicht. Der harte und überdauernden Kern der Mannschaft rückte noch näher zusammen und Hoffnung keimte auf. Das Trainingslager fand in Engelberg statt und diesem sollte eine ordentliche und obligatorische GV vorausgehen. In einer rechtskräftigt abgesegneten Canistro-Bibel hielt der fünfköpfige Vorstand die Canistro-Regeln fest. Weiter hatte Pablito, der Oberkanister, keine Zeit vergeudet und im Sommer willige Spieler und zahlungskräftige Sponsoren engagiert. Aus der Canistro One-Man-Show wurde ein breitabgestütztes Unternehmen. Ohne el Pablo (unser Herz), Jussi, Vesci und die Howaldos gäbs uns vermutlich nicht mehr! Grazie!

Sportlich sollte noch nicht viel gehen. Auch weil neue und stärkere Gegner gesucht und gefunden worden waren. Die Negativbilanz täuscht aber darüber hinweg, dass die Kanister spielerisch gewachsen waren.

Spiele: 22 (9 Won / 2 Tied / 11 Lost)

Torverhältnis: 124:133

Saison 2005/2006

Die Kanister nahmen die nächste Schritte auf ihrem Weg. Schlechte Spieler raus und gute Jungs ins Team. Turbulente Zeiten vor Saisonbeginn gehörten wie jedes Jahr dazu. Wer kam neu dazu? Wer würde verlängern? Wer musste gehen? Die Journalisten drängten an die Pressekonferenz der Vereinsführung um anschliessend der Gerüchteküche rund um die Kanistros in den Klatschsüpalöten freien lauf zu lassen. Die Spieler sehnten den Saisonstart herbei und freuten sich auf alte und neue Duelle. Zu den altbekannten Gegner hatten sich mittlerweile die Chiefs (angehängt am Schluss noch ein Spielbericht der bislang nicht auf dem Netz erschienen ist und der alles über die ersten, die letzten und die kommenden Spiele gegen die Chiefs sagt), die Hornissen und Ice Cubes gesellt. „Frischfleich“, beliebte Pablo an den GV’s jeweils zu verkünden. Wer für wen, fragten sich einige Spielerl. Bei unserem Sponsoren Pizzissima und Bowling Center in Wallisellen wurde in diesem Jahr die Pizza Canistro (Schinken und Gorgonzola) neu ins Sortiment aufgenommen (ein Ehre und ein Genuss für die ganze Mannschaft ausser Hansa, der mag Hawaii…).

Das Team der Kanister blieb über die vergangen Saisons einigermassen konstant. Der erste Block der ersten Jahre sah sich längst abgelöst durch die Polenta-Brüder Sandro und Fabio Vescovi sowie den Howaldo den Knipser. Eine Sturmreihe, die als Primo Blocco in die Analen (ganz ruhig Kuenz!) eingehen sollte und so manches Spiel im Alleingang gewinnen konnte. Ein zweiter Block sollte sich rund um Hägar und el Chili bilden, meist bestückt mit dem Hawaii-Hansa. Launische Schnellwechsler-Diven, die am richtigen Tag für jeden Gegner zur Hölle werden. Im Checker-Block wurde verdammt hart gearbeitet. Stenz und Läse kämpften mit dem All-Star-Center Pablo um jeden Zentimeter Eis. Hinten blieb vieles beim alten. Meier räumte weiter auf, ob mit el tren, uncle tom oder sonst wem. Allesamt mit Offensivdrang die perfekte Ergänzung für Tage an denen Stürmer nicht treffen. Jöhlund definierte den Kühlschrank neu und bildete mit Linden ein starkes Defensivduo. Luca und der Offensivstarke Thunder bildeten eine weitere Macht in der Defense. Erste Pässe wie aus dem Bilderbuch. Ergänzt wird das alles durch Reto, den Mann mit dem härtesten Schuss seit Al McInnys.

Sportlicher Aufwärtstrend. Endlich wieder mehr Siege als Niederlagen und ein positives Torverhältnis – nur knapp verpasste man die Bestmarke von 147 Toren aus der Millenium-Saison. Engelberg war erneut eingenommen (vor allem ausserhalb der Eiszeiten).

Spiele: 25 (13 Won / 0 Tied / 11 Lost / 1 Abgesagt.)

Torverhältnis: 145:137

Saison 2006/2007

Die Mannschaft hat sich formiert. Die Blöcke sind geformt. Die Transfers finden nur noch punktuell statt. Abgänge sind fast keine mehr zu verzeichnen – nur erwünschte. Auch die Sposoren blieben treu.

Der Aufwärtstrend war klar zu erkennen. Lassen wir an dieser Stelle den Saisonrückblick für sich sprechen…

Spiele: 21 (13 Won / 1 Tied / 7 Lost /)

Torverhältnis: 121:106

Hier der alte Saisonrückblick mit den Awards:

Es war keine saison wie ein märchen aus 1000 und einer nacht. Dafür war sie zu, naja, durchschnittlich! …auf der kanister-skala macht das zwar so manches märchen zu einem horror-klassiker…aber halt doch… durchschnittlich!

Schliesslich war es denn auch die neunte saison seit der grün-dung dieser einzigartigen zürcher institution wie es sie seit dem fcz in so reiner hochkultur nicht mehr gegeben hat. Man könnte auch sagen, die neunte saison war nur da damit die zehnte kommt. Was nützt ein 9:1 wenn damit die bier- und icetealight-runde für das 10. ausfällt oder wer braucht pele wenn er maradona kriegen kann. diese aufzählung liesse sich ewig fort-setzen! Einzige ausnahme: unsere 9, der „C“, der Yashin und das ist gut so!

Verabschieden wir uns also von der abgelaufenen spielzeit mit rar gesäten highlights, nehmen sie zur kenntniss und gehen zum abschluss ordentlich bowlen und pizzaessen! highlights? Zu Be-ginn: Engelberg, wie immer! und zwischendurch: naja, nicht viel! und am schluss: das all star game und die abschlussparty: kult!

Das all star game hat eine kurze geschichte verdient. Eine packende neuauflage zwischen der weltauswahl und einer stäh-lernen, russisch angehauchten Kansiterformation, direkt aus den kältesten sybirischen tagen angereist und in einer zeit geformt in der perestroika noch mit den füssen getreten wurde. Das spiel wogte hin und nur dank väterchens grossen taten gerieten die sowjets nicht arger ins straucheln. Ein 6:6 innerhalb der regulären Spielzeit erforderte eine overtime. Der sudden death als einzig fairer richter zwischen sieger und verlierer! 1:33 spielzeit reichte den russland-kanistern denn auch um der weltauswahl den todesstoss zu versetzen.

Three stars of the night:

  1. hansa „killed the allstars“!
  2. jussi: der kurz vor ablauf noch einen schuss vorbei liess, weil er sah, dass er an die unterlatte knallen wird!
  3. pablito weil: the bigger the games, the bigger he plays!

Ein dank geht an den speaker, die dj’s und den organisten „el porno“ die alle ganz nach dem motto „vodka macht mit“ einen würdigen rahmen für diese match lieferten!

Das Fest am abend glich vom aufmarsch her eher einem gc-heimspiel im hardturm, war aber nicht zuletzt dank der kanister hausband und ihrem spitzen rock’n roll 1001 mal besser als zick zack. Pablo hat uns das zu später stunde dann auch noch etwas 1001 mal vorgehalten. Für alle die nicht waren, sei noch der programm-höhepunkt „die canistro-awards“ kurz angeschnitten. Die ver-ündigungen der awards, vorgenommen durch das in beste fest-stimmung getrunkene presidentenduo, war wen wunderts, nicht im-mer jugend- und partnerinenfrei. Aber wen kümmerts, weil willst du kanister, kriegst du kanister! Auch an einem so ganz harmlosen abend…..

Ach doch, etwas ist da noch: vergesst alibaba und die 40 räuber! Wir haben schliesslich jussi und die 40 mandelgipfel….

Freu mich auf das 10te mit euch!

Chieftain writing feather

AWARDS

The Best guest Player

Walter Falkewalti Tanner

New Generation Work

Stefan Hansa Gygli # 55

The Trash Talker

Fabio Fuckov Vescovi # 8

The Trash Talker

Fabio Fuckov Vescovi # 8

New Generation Work

Pascal Kulitschka Howald # 68

The New Man with the Irish Roots

Collin Daffy # 15

The Best Progress of the Season

Luca der Italienische Hengst

The Gentleman on the Ice

Raphael Hägar Howald # 76

The Insider

Reto Linden Christen # 27

The Allrounder

Thomas Donner # 5

The Homepagemaster

Michael Stenz # 99

The Puckeater

Juha Karhu Killer Mikkola # 31

Miraculix the Beverages Mixer

Thomas Jöhlund Jöhl # 7

The Referee with the Eagle Eyes

Stephan Wiser

Hard Dog Defender

Patrick Meier # 72

The Goon

Michael El Chilli Küenzle # 19

The Best Background Worker

Stefan Staff Jöhl # 1

Center Dancer with conclusion Instinct

Pablo El Canistro Quadranti # 74

Chieftain Writing Feather

Diego El Tren Medaglia # 21

The Best Stadionspeaker and Russian Zar

Dario Brian Leetch Pasquariello # 2

Saison 2007/2008

Weitere Heldentaten werden folgen….

…und das neue Decade-Trikot ist der Hammer!!!!!!

Lasst Euch grüssen, Jungs und bis bald auf dem Eis!

el tren, #21

ps: der Chiefs-Bericht (der übrigens bei den Chiefs e-mail Reaktionen auslöste)

canistro – chiefs 2:16

Eigentlich war vieles vor dem Spiel schon klar. die Chiefs waren heiss wie immer und „el presidente“ hatte sicher über 2,5 ‰! Der Spielausgang? Ja, auch der!

Da spielten sie, tanzten sie und überrannten uns als wären sie 0:2 im Rückstand und auf der Anzeige bereits 58:32…..! Sie waren besser die Chiefs, die meisten zu jung um Paul Newman zu erkennen oder laut FSK sogar für den Streifen, dafür unersättlich, auch noch nach dem 4:0 nach gespielten drei Minuten und ca. 13:0 Schussverhältnis…..

….sie stürmten weiter…ohne Ende!

“aber wieso?“, fragte ich mich auf der Bank nach Luft schnappend…..doch erst beim Handshake sollte ich eine Antwort auf meine Frage bekommen – aber dazu später mehr!

Ob Hockey gespielt wurde? Ja, einseitig. Wäre Jussi nicht gewesen, hätten wir im Anspielkreis so nach einer Stunde schon kein Eis mehr gehabt. Wäre der Schiedsrichter besser gewesen hätten wir nur 15:2 verloren. Hätte Uncle Tom präziser geschossen sogar 15:1 und wäre der Italo-Spanische Zwillingsbruder von Gates Orlando noch immer „offen“ sogar 15:0! Und hätte unser „C“ beim Pausentee nicht diese Worte gefunden (das war gut gebrüllt, Capitano!) wohl gar dreistellig! Reicht das zum Spiel?

Und dann kam der Moment….der Abpfiff….er war erlösend….raus aufs Eis und Jussi die Ehre erweisen…auf die Linie….dem Gegner in die Augen schauen…..und genau da passierte es…..ich sah es……es stand in ihren Augen…..sie waren gar nicht zufrieden….ein unbedeutender Sieg…die Rachegelüste wieder nicht gestillt…..und wir alle wussten es…..es war wieder da……egal wie hoch sie uns schlagen, egal wie oft sie uns wie hoch schlagen, am Schluss bleibt der 7.12. im Dolder! Die Kanister schlagen die Chiefs 7:6 in der Schlussminute und holen dabei viermal einen Rückstand auf – ein Spiel für die Götter – Yashin mit einem Tor wie einst sein Polentone-Ur-Vater Mike Eruzione! Ja, ihr lieben Chiefs, das sind die Legenden, dass ist Lake Placid 1960, das ist die Ewigkeit. Verdammt, da waren wir GUT! Und ihr? Ihr wart immerhin dabei….

Grüsst mir die Brüder Hanson

el tren

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