Hartes aus dem Sommertraining

Nachdem das All-Star-Game glorios heruntergespielt wurde und die Altstars einen schuhvoll vom Eis zogen, war der allerletzte Akt der abgelaufenen Hockeysaison jener des grossen Fressens. El Presidente, der sich gerüchteweise der kubanischen Revolution anschliessen wollte, gab an jenem denkwürdigen Abend ein frivoles Stelldichein und enttäuschte seine Mannen nicht. Das Fressen war ein erbarmungsloser Akt wie man es von formstarken Kanistern erwarten durfte. Und wo Fressen ist, ist auch das Bier nicht weit weg. Binnen weniger Stunden war der blonde Gerstensaft im Umkreis von mehreren hundert Kilometern vernichtet und so zog manch einer nach dem Fest ziemlich lustig von Dannen in die wohlverdiente Sommerpause.

Die einen lockte die Mitternachtssonne in den hohen Norden. Finnlands Gazetten schrieben über den Karhu-Killer, der sich scheinbar einem gnadenlosen Sommertraining unterzogen haben muss und sich gleich mehrfach mit wilden Elchen angelegt haben soll. In der Leventina konnte man aus dem Corriere del Ticino entnehmen, dass der Präsident höchstpersönlich filigran und wie ein Berseker an seinem Comeback arbeitete. Aus dem Zürcher Unterland wurden Stimmen laut, dass El Capitan für neuen Nachwuchs gesorgt hat und damit bereits zum wiederholten Mal bewies, dass sein Pinsel trotz hohem Alter noch immer einwandfrei funktioniert.

Aus dem Rüebil-Land wiederum gibt es Meldungen, dass sich Uher und Ernesto (sind sie nun doch ein Paar?) nach Nordamerika absetzen wollen, um da die NHL Drafts zu pulverisieren. Wir wünschen natürlich viel Glück, bleiben aber in der Hoffnung, dass sie danach um einige Erfahrung reicher sind, sie kernig und gesund zurückkommen und sich weiter für die Hobbyleague begeistern können. Von den Youngsters hoffen wir vor allem, dass Anthony sein obligatorisches abgeschossen hat … egal wo … und er spritzig auf das Eis zurückkehren wird.

Leider gibt es auch weniger Gutes. Luca muss nach seinem zweiten Kasper leider und verständlicherweise die Segel streichen. Wir, die gesamte Canistro-Gemeinschaft wünschen ihm stressfreie Samstage und viel Kraft für die hockeyfreie Zeit.

Alles in allem wurde in der Zwischensaison hart gearbeitet und alles unternommen, dass die Saison 2018/19 besser wird als die vorherige. Das wie immer toll organisierte Trainingslager hinter dem Ural in der Sowjetrepublik Berner Oberland verspricht wie jedes Jahr ein Highlight zu werden und soll der Ort sein, wo der letzte Schliff stattfinden soll. In diesem Sinn: Auf in die neue Saison!

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