VS. Züri Oilers 03. Februar 19

Starkomponist James Last schrieb im Jahr 1968 mit „Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung“ einen seiner größten Hits seiner reichhaltigen Karriere. Und genau so mussten sich die Canistro Selects während dem Spiel gegen die Züri Oilers vorgekommen sein, als sie sich am Sonntagmorgen zu früher Stunde besammelten. Grund?  Das Spiel wurde auf Sonntag bereits um 07:45 Uhr angepfiffen. Nicht nur das: Beinahe ironisch mussten die Kanister ausgerechnet an dem Tag nach Bäretswil in die Höhen des Zürcher Oberland reisen, wo der große Schnee fiel. Wie es ja so ist, gibt es in einer Eishockey-Mannschaft verschiedene Charaktere und darunter auch welche, die es mit der Winterausrüstung an ihren Kleinwagen nicht sehr ernst nehmen.

Glücklicherweise kamen alle Spieler pünktlich, sicher und vor allem hoch motiviert in der Eishalle an!

Und die Canistros, verstärkt durch einige sehr exquisite Spieler, legten los wie die Feuerwehr. Wer geglaubt hat, dass man sich nach der Jahrhundert-Niederlage von Wochenfrist noch erholen müsse, sah sich schwer getäuscht. Nach zehn Minuten Spielzeit lag man bereits 4:0 in Führung. Etwas was man diese Saison gar nie hatte und es sah in keiner Weise so aus, dass man dieses Spiel aus den Händen geben würde. Das Team spielte auf, als würde man um den Stanley-Cup spielen. Läse, zum Beispiel schwebte leichtfüßig wie ein eleganter Turniertänzer über den glatten Spiegel und schoss ein Tor nach dem anderen. Er hamsterte gerade so viele Punkte, dass er den großen Abwesenden Haller als Führenden der Topscorer-Statistik ablösen konnte.

Hinten hielt man Dicht. Jussi Karhu-Killer fraß jeden Puck der auf seinen Kasten kam, genau so wie er jeweils seine heißgeliebten Juusto-Snacks vor seinem TV Gerät in seinem nordischen Bärenrachen verschlingt. Gretzky sah man seine seine frühmorgendlichen Schneekapriolen in keiner Weise an – Er kontrollierte in jeder seiner Schicht das Spiel, pflügte seine Gegner vor dem eigenen Tor „rusikal“ vom Eis und hatte immer wieder das Auge für den lösenden Pass. Gleiches kann man auch von Don Ernesto berichten. Mal für mal blockte er die Gegner souverän. Auch die beiden Gastarbeiter spielten brillant hinten raus und kurbelten das Spiel immer wieder nach vorne an.

Und dann war noch Ursprung. Der Mann hat es einfach drauf und man kann sich nur schwer vorstellen, wie es sein kann, dass der sich nicht für höhere Weihen empfehlen konnte.

So passte für einmal alles zusammen und die Canistros gewannen nach einem hervorragenden Spiel mit sage und schreibe 11:3 Toren und ließen den Oilers nicht einen Hauch einer Chance! Das frühe Aufstehen hat sich für einmal gelohnt.

Telegramm:

Canistro Selects – Züri Oilers 11:3

Eishalle Bäretswil

Zuschauer: Wer will schon Morgenfrüh ein solches Spiel sehen?

Tore: Viele geschossen und nix kassiert

Bester Spieler: Jussi!

Bester Showact: Die Smart-Show von Gretzky …


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