Von kleinen Sojabohnen und fernöstlichen Taifunen.

Asia-Power Koller und Ursprung

Wallisellen 26.10.2019  Was hat ein Spiel der Canistros mit Taifunen und Sojabohnen zu tun? Jede Menge wie Experten wissen. Den längst gehören sowohl Prai Koller als auch Michael Ursprung zum Kader der Kanister. Und obwohl ihre Namen wenig Exotik ausstrahlen entspricht es den Tatsachen, dass beide aus Südostasien kommen.

            Prai Koller, die kleine Sojabohne ist ein hochbegabter Techniker mit thailändischen Wurzeln. Eher kleinwüchsig aber extrem wendig und durchaus stämmig, erinnert er an den früheren Japaner Steve Tsujiura. Dieser zog in den achtziger Jahren sowohl für den HC Lugano als auch für den HC Davos seine schnellen Kreise. Michael Ursprung seinerseits stammt aus den Philippinen. Wahrscheinlich würde er in den Strassen von Manila inmitten der kleinen asiatischen Menschen wegen seiner stattlichen Körpergröße durchaus auffallen. Zu seinen Qualitäten gehört nebst Pucksicherheit, die physische Präsenz aber auch eine frappante Torgefährlichkeit.

            Diese geballte asiatische Power war im Duell mit den Eisbären tatsächlich von Nöten. Dank den technischen Finessen ihrer fernöstlichen Taifuns hielten die Selects das Spiel gegen die extrem spielstarken Eisbären sehr lange ausgeglichen. Sowohl Thai Prai als auch Filipino Michael drückten dem Kanister-Spiel den Stempel beinahe im Alleingang auf. Immer wieder sorgten sie im Drittel der Bären für Wirbel und waren mit ihren Angriffen permanent brandgefährlich.

            Doch leider können wir trotz gefälligem Spiel nicht vom zweiten El-Canistro-Sieg in Folge berichten. Waren unsere roten Teufel zwar gut, die Gegner jedoch einen Ticken besser. Vor allem im zweiten Drittel drehten die Eisbären auf und schossen innerhalb weniger Minuten den entscheidenden Vorsprung heraus. Zwar versuchten die Canistros im Abschlussdrittel das Blatt nochmals zu wenden. Engagiert warfen sie alles in die Waagschale und versuchten das Unmögliche – schafften es aber nicht und so verlor man unglücklich aber dennoch hoch mit 5:11.   (Text/Bild GRE)

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