vs. MB Oilers 17.November 2018

Tiefer konnten die Falten von El Capitano Läse vor dem Duell mit den Mercedes Benz Oilers nicht gewesen sein, als er einen Blick auf die Liste des Canistro-Lazaretts warf:

Uher, einer der Schlüsselspieler, leidet seit Monaten an einem hartnäckigen Klingeln in den Ohren, welches ihn unfreiwillig zum Zuschauen verdammt. Flave, der italienische Puckmaestro hat sich dermaßen am Fuss verletzt, dass er gar einen Gips verpasst kriegte. Gretzky, der Originale, schleppt seit Wochen eine Gelenkentzündung mit und beisst sich mit Ach und Krach durch die Spiele und Anthony muss sich Samstag für Samstag um seine kranke Mutter (oder ist es die Grossmutter) kümmern.

Und wie das alles nicht genügen würde, läuft El Capitano himself bereits kurz nach Spielbeginn in einen grauenhaften Bodycheck und bleibt für Minuten benommen auf dem Eis liegen. Die Kanister sind geschockt! Glücklicherweise kann der arme Kerl in der Folge weiterspielen – auch wenn nicht mehr ganz auf gewohntem Niveau – aber aller Ehrenwert schießt er später noch ein Tor.

Doch scheint es, dass dieses Ereignis wie eine Schocktherapie für die roten Teufel wirkt, gehen sie nämlich ein paar Sekunden nach dem Zusammenprall ihres Kapitäns durch eine fein herausgespielte Kombination mit 1:0 in Führung. Nicht nur das; stellt man sich auch spielerisch sehr schlau an, steht hinten gut und lässt die wirbligen Oilers immer wieder an sich abprallen.

Die Antwort der Benzen lässt jedoch nicht lange auf sich warten und so schießen sie nach ihrem Ausgleich auch das 2:1 und scheinen nun das Spiel in den Griff zu kriegen.

Unglaublicherweise drehen dann plötzlich die Canistros ihrerseits wieder auf und gehen abermals nach vielen Kleinkämpfen mit 3:2 in Führung. Ein munteres Hin- und Her also; bei welchem sich vor allem die Abwehrreihen durch formidable Arbeit auszeichnen.

Bis zur Pause bleibt es mit 5:5 sehr eng und die Ausgangslage für einen Sieg der Kanister scheint ausgezeichnet. Doch dann kassiert man innerhalb von 20 Sekunden gleich zwei Eier und so greift die große Ernüchterung um sich. Es ist nur der Torhüter-Legende, dem unverwüstlichen Kahru-Killer und seinen unglaublichen Paraden zu verdanken, dass man einigermaßen im Rennen bleibt. Doch reichen tut das natürlich nicht und verliert doch noch standesgemäß mit 11:6.

Nebst dem finnischen Puckfresser zwischen den Pfosten glänzt vor allem der leichtfüßige Ursprung. Mal für mal tänzelt der asiatische Eis-Bonsai durch die Reihen der Gegner und versorgt die Scheibe gleich dreimal.

Telegramm:

Mercedes Benz Oilers vs. El Canistro Selects 11:6

Eispalast Wallisellen

Zuschauer: Ein paar scharfe Katzen (ganz oben auf der Tribüne)

Tore Canistros: Ursprung 3, Haller 1, Läse 1, Holz 1

Bester Spieler: Kahru-Killer (bzw. seine Fangand)

Bester Showact: Der Check an Läse

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