VS. ICE CUBES 24. NOVEMBER 2018

Was haben der Bühnenzauberer David Copperfield und El Capitano Marc Laskovsky gemeinsam? Genau. Beide verblüffen ihr Umfeld immer wieder mit neuen Tricks.

Diesmal hat es Läse tatsächlich wieder einmal fertig gebracht aus einer beinahe aussichtslosen Situation die Lücken im Team der Canistros optimal zu füllen.

Nicht nur das. Die Verstärkungen schlugen ein wie eine Bombe. Fangen wir beim Torwart an. Nachdem Stammhüter Mikkola bereits wieder Forfait geben musste und dessen US-Amerikanischer Ersatz RT Müller auch nicht zur Verfügung stand, zog Läse sämtliche Register und frischte alte Ostblock-Connections auf. Vom Fleck weg engagierte er die „Schwarze Maske“ aus Weißwasser. Der Lausitzer Hexer vom ehemaligen DDR-Rekordmeister Dynamo Weißwasser wurde seinem Ruf mehr als gerecht, ließ er die Ice Cubes eins ums andere Mal verzweifeln. Vor allem während der größten Druckphase gegen Ende des Spiels hielt er die Kanister lange im Spiel.

Doch zuerst eins nach dem anderen. Der Captain überraschte mit einem Atomblock. Vorne in der ersten Sturmreihe setzte er sich selbst neben Marc die Aushilfe und den alten Eisfuchs Gretzky in eine Reihe. Dahinter agierte Sammer (jedenfalls sieht er so aus) zusammen mit Steve, einem weiteren Gastspieler.

Die fünf legten los wie die Feuerwehr und drängten die starken Eiswürfel permanent ins eigene Drittel zurück und übten dabei tschechische Kreisel bis ihnen selbst schwindelig wurde. Es dauerte eine ganze Weile sowie eine handvoll großartige Chancen lang, bis es endlich im Kasten der Cubes schepperte. Gretzky tänzelte elegant durchs Angriffsdrittel, spielte Sammer an der blauen Linie an und dieser verlud Freund und Feind mit einem satten Handgelenkschuss. Die Canistros führten 1:0.

In der Folge leisteten sich die beiden Teams einen erbitterten Abnützungskampf. Erschwerend kam dazu, dass die Sonne erbarmungslos auf das glitschige Eis brütete und den Akteuren den Schweiß gleich literweise aus den Poren trieb. Die Cubes glichen aus, kassierten wieder ein Tor, gingen in Führung um Minuten später gleich wieder ein Ei zu kassieren. So stand es zur ersten Pause ausgeglichen 3:3.

Kaum wieder angepfiffen gingen die Kanister in Führung und sahen für einen kleinen Moment wie die sicheren Sieger aus. Doch dann kamen wie in jedem Spiel die dramatischen Canistro-Minuten, in welchen sie gleich drei Tore innerhalb weniger Sekunden kassierten. Das war das Spiel entscheiden, obwohl man nochmals auf ein Tor herankam. Aber reichen wollte es auch diesmal nicht. Ein schlechter Lohn für ein gutes Spiel, welches unter sommerlich-karibischen Verhältnissen stattfand.

 

Telegramm:

Ice Cubes – El Canistro Selects 7:5

Eispalast Wallisellen (bei gefühlten 35 Grad)

Zuschauer: 12

Tore Canistro: Sammer, Haller, Anthony, und dreimal die Aushilfe

Bester Spieler: Die „Schwarze Maske aus Weißwasser“

Bester Showact: Daves Dribblings der Langsamkeit

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